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Presseerklärung »Planungsinstrument zur Unterstützung
logistischer und verfahrenstechnischer Abläufe in der Abfall- und Entsorgungswirtschaft«
In diesem Forschungsvorhaben werden Möglichkeiten zur Bewertung von
Handlungsalternativen im Bereich der Abfallverwertung und -beseitigung entwickelt. Die
Studie wird vom Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
in Oberhausen und Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund in
Kooperation mit interessierten Unternehmen der Entsorgungsbranche durchgeführt. Der
Schwerpunkt liegt dabei auf vernetzten Prozessen, da in den Zukunftsmärkten der
Abfallwirtschaft die optimale Verknüpfung verfahrenstechnischer und
entsorgungslogistischer Aufgaben eine Schlüsselrolle spielt.

Bisher war die Wirtschaftsweise in Produktionsbetrieben und Entsorgern weitegehend
durch Regularien und Vorgaben bestimmt, zukünftig wird den beteiligten Unternehmen jedoch
immer mehr Handlungsspielraum eingeräumt. Daraus resultiert allerdings auch ein erhöhter
Konkurrenz- und Kostendruck, so dass die ökologisch und wirtschaftlich optimale Auswahl
der möglichen Entsorgungsmaßnahmen immer wichtiger wird. Gleichzeitig steigt die
Komplexität der zu betrachtenden Netzwerke. Alle einzusetzenden Betriebsmittel sowie die
entstehenden Reststoffe inklusive der vor- und nachgelagerten Prozessketten sind in eine
ganzheitliche Betrachtung mit einzubeziehen. Dazu soll nun ein Instrumentarium geschaffen
werden, mit dem sich Handlungsalternativen für eine schlüssige Umsetzung
umweltpolitischer und sozioökonomischer Vorgaben entwickeln und überprüfen lassen. Das
Vorhaben zielt auch auf die Entwicklung planungsbegleitender Methoden zur Identifizierung
strategischer und operativer Maßnahmen ab. Bei Unternehmen und Wirtschaftsverbänden
besteht ein erheblicher Informationsbedarf hinsichtlich stofflicher und energetischer
Bilanzen für technische Netzwerke, in denen sowohl logistische als auch
verfahrenstechnische Operationen durchgeführt werden. Um diese Informationen
zielorientiert zur Analyse und Planung sowie Kosten und Effektivitätskontrolle einsetzen
zu können, soll ein kompaktes Informationswerkzeug erarbeitet und als Dienstleistung
angeboten werden.
Dortmund/Oberhausen, am 14. Juli 1999
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