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Zielsetzung Ziel des Vorhabens ist es, die unternehmerische Controlling-Funktion in Produktions- und Entsorgungskreisläufen durch eine transparente und nachvollziehbare Analyse- und Bewertungssystematik zu stärken. Auf der Basis von Kennzahlensystemen soll die Steuerung der Ökoeffizienz bei gleichzeitiger Darstellung der Kosten unterstützt werden. Durch eine wissenschaftlich stichhaltige, nachvollziehbare und für den Anwender transparente Informationsmethodik sollen kleine und mittelständische Unternehmen (kmU) künftig bei strategischen und operativen Planungsfragen hinsichtlich Produktverantwortung und Bewertung von verfahrenstechnischen und/oder logistischen Handlungsalternativen im Entsorgungssektor schnell und zuverlässig unterstützt werden. Dazu soll die unternehmerische Kontroll- und Steuerungsfunktion durch die explizite Darstellung möglicher Handlungskonsequenzen auf Basis ökologischer und wirtschaftlicher Daten unterstützt werden.

Die oben dargestellten allgemeinen Anforderungen an ein modernes, industrielles Stoffstrommanagement im Entsorgungsbereich sollen in ein effizientes Planungsinstrumentarium überführt werden, um Handlungsbedarf abzuschätzen und Optimierungspotentiale zu identifizieren. Das entstehende Informationswerkzeug wird als Planungswerkzeug die effiziente Bewertung und Ausgestaltung komplexer Entsorgungsnetzwerke in Kooperation mit Industrieunternehmen, Entsorgern, Logistikdienstleistern, Handel und kommunalen Eigenbetrieben hinsichtlich der verfahrenstechnischen und logistischen Ausgestaltung möglicher Entwicklungsoptionen ermöglichen.
Eine Anwendung soll das Werkzeug bei allen Fragestellungen finden, die in direkter Verbindung mit der Umsetzung der Anforderungen des KrW-/AbfG stehen. Dabei handelt es sich insbesondere um
- die Einschätzung der Hochwertigkeit und Umweltverträglichkeit von Handlungsalternativen,
- die Verknüpfung aller relevanten logistischen und verfahrenstechnischen Prozesse zur Abbildung und Beurteilung von Verwertungs- und Beseitigungsverfahren im Rahmen realer Entsorgungsnetzwerke und
- die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Zumutbarkeit und der technischen Realisierbarkeit von Entsorgungsnetzwerken.

Der Schlüssel zur Beantwortung der Fragestellungen im Rahmen des KrW-/ AbfG liegt in der gleichwertigen Betrachtung von Ökonomie und Ökologie.
Die Analyse der Ökonomie soll sich an den bekannten Methoden zur Kostenvorauskalkulation ausrichten. Diese Methoden sind aus dem internen Rechnungswesen bekannt und werden planungsbegleitend zur Unterstützung der Realisierbarkeitsbewertung eingesetzt. Sie sollen im Rahmen des Vorhabens geeignet auf die Fragestellungen im Entsorgungssektor transformiert werden.
Die Analyse der Ökologie hat zum Ziel, die notwendige Flexibilität durch eine Methodenentwicklung zur Bewertung der Umweltverträglichkeit zu erreichen, die sich am Inhalt der ISO 14000ff im Rahmen der Qualitätssicherung orientiert. Die Bilanzierung der Stoff- und Energieströme soll den angestrebten ganzheitlichen Charakter im Rahmen der Nachhaltigkeit beinhalten. Es wird eine Screening-Analyse angestrebt, die ähnlich zur bekannten Methodik einer short-cut-Kostenkalkulation technischer Projekte planungsbegleitend einzusetzen ist und damit eine erheblich höhere Flexibilität als detaillierte Ökobilanzen besitzt. Dazu sind entsprechende Konventionen für zu betrachtende Bilanzgrenzen und mögliche Leit-Wirkparameter (z.B. kumulierter Energieaufwand KEA, CO2-Emissionen) zu treffen. Aufgrund der bestehenden Bewertungsunsicherheiten bei der Umsetzung der Vorgaben des § 5 KrW-/AbfG erscheint es möglich, einen Bewertungsstandard zu entwickeln, der in einer Vielzahl von Branchen die notwendige Akzeptanz erhält.
Der erstellte Kennzahlenkatalog, bestehend aus ökonomischen und ökologischen Kennzahlen, wird mit bekannten Methoden der Entscheidungstheorie verknüpft, so dass industriellen Entscheidungsträgern die Möglichkeit gegeben wird, subjektive Präferenzen umzusetzen. Das zu erstellende Werkzeug soll sowohl die Optimierung von bestehenden als auch die Neuplanung von innovativen Entsorgungsprozessen unterstützen. Es ist daher sowohl im taktischen (Planungshorizont ca. 1 Jahr) als auch im strategischen Bereich (Planungshorizont ca. 5 Jahre) einsetzbar.
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